Rekordklage gegen Lastwagenhersteller: 3.200 Unternehmen wehren sich gegen das Lkw-Kartell

Frankfurt am Main, 23.01.2018:

Der Bundesverband Güterkraftverkehr Logistik und Entsorgung (BGL) e.V., der Rechtsdienstleister financialright claims GmbH und die auf Kartellschadensersatzverfahren spezialisierte Kanzlei Hausfeld Rechtsanwälte LLP haben im Rahmen der Aufarbeitung des Lkw-Kartells eine erste Klage für mehr als 3.200 Speditions- und Transportunternehmen mit mehr als 85.000 Lkw erhoben – der Schaden dürfte mindestens 500 Mio. Euro betragen. Diese Klage ist die größte Klage ihrer Art.

Angesichts des nach wie vor bestehenden großen Interesses von Unternehmen aus ganz Europa, sich diesem Verfahren anzuschließen, wird es im Laufe des Jahres 2018 eine weitere Klage gegen das Lkw-Kartell geben. Im Rahmen einer neuen Allianz schließen sich der Bundesverband Möbelspedition und Logistik (AMÖ) e.V., der Bundesverband Wirtschaft, Verkehr und Logistik (BWVL) e.V. und der Deutsche Speditions- und Logistikverband (DSLV) e.V., die zusammen mehr als 5.000 Mitglieder zusätzlich vertreten, dieser Initiative an, um die Durchsetzung von Ansprüchen ihrer Mitgliedsunternehmen zu unterstützen. Interessierte Unternehmen können ihre ab 2003 gekauften oder geleasten Lkw noch bis 30.05.2018 auf der Online-Plattform www.truck-damages.com registrieren. Auch die Teilnahme an der zweiten Kartell-Klage ist für Speditions- und Transportunternehmen kostenlos und ohne jedes Prozessrisiko.

Alle Beteiligten gehen in diesem Verfahren von sehr guten Erfolgsaussichten aus. So hat erst kürzlich das Landgericht Hannover in einer von der Stadt Göttingen angestrengten Klage festgelegt, dass MAN der Stadt Göttingen aufgrund des Lkw-Kartells Schadensersatz leisten muss.