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Verbandsnachrichten Güterkraftverkehr

21.05.2011
Jahreshauptversammlung des V.V. Württemberg am 21.05.2011 in Stuttgart

Auf der diesjährigen Jahreshauptversammlung des Verbandes des Württembergischen Verkehrsgewerbes in Stuttgart waren erwartungsgemäß die möglichen verkehrspolitischen Auswirkungen des Regierungswechsels nach den Landtagswahlen in Baden-Württemberg Thema Nummer 1.

Nach der Begrüßung durch den Verbandsvorsitzenden Wolfgang Langenberger erläuterte das Geschäftsführende Vorstandsmitglied Dr. Timo Didier einige Aussagen aus dem grün-roten Koalitionsvertrag, aus denen die Neuausrichtung der Landesverkehrspolitik besonders deutlich hervorgeht. Fahrverbote, Lkw-Überholverbote, Umweltzonen und Verkehrsverlagerung sind nur einige Stichworte aus dem Koalitionsvertrag, der ausformuliert wurde, noch bevor das Verkehrsgewerbe angehört wurde.

Der Stellvertretende Verbandsvorsitzende Michael Ehret verdeutlichte danach die aktuellen Probleme des Taxi- und Mietwagengewerbes. So seien die Umsätze zwar wieder deutlich gestiegen, jedoch hätten die Spritpreise das bisherige Rekordniveau von 2008 beim Diesel fast schon wieder erreicht und beim Benzin bereits überschritten.

Adalbert Wandt, Vizepräsident des Bundesverbandes Güterkraftverkehr Logistik und Entsorgung (BGL) e.V. stellte eingangs die Ziele des Vereins „Aktion Kinder-Unfallhilfe e.V., dessen Vorsitzender er ist, dar. Nach einem Rückblick in die Historie des BGL und seiner Vorläuferorganisationen schlug er den Bogen zur aktuellen Tagespolitik und forderte seine Mitgliederkollegen auf, der drohenden Fahrerknappheit durch Ausbildung eigenen Fahrernachwuchses entgegenzutreten. Den Freiwilligen-Dienst bei der Bundeswehr könne man überdies attraktiver gestalten, indem man den Freiwilligen während der Dienstzeit die Möglichkeit gebe, den Lkw-Führerschein zu erwerben. Außerdem berichtete Herr Wandt über die BGL-Veranstaltung „Brennpunkt Rampe“ mit der auf der Messe „transport logistic 2011“ erfolgreich auf die für die Lkw-Fahrer vielfach unhaltbaren Zustände an Verladerampen bei Handels- und Industrieunternehmen aufmerksam gemacht werden konnte.

Abschließend informierte Prof. Dr. Paul Wittenbrink von der Dualen Hochschule in Lörrach über die Möglichkeiten der Kosteneinsparung durch Green Logistics. Je nach Fahrzeugart und Einsatzgebiet gibt es unterschiedlich erfolgreiche Maßnahmen, den Treibstoffverbrauch zu reduzieren. Welche der Investitionen sich rechnen, kommt aber immer auf den Einzelfall an. Zur Auswahl stehen z.B. Automatikgetriebe, Leichtlaufreifen und -öle, Fahrerschulungen und Telematik. Hybridfahrzeuge jedoch sind gegenwärtig noch nicht kostendeckend einsetzbar. Hier müsste der Auftraggeber bereit sein, entsprechende Mehrkosten zu übernehmen.

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