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Verbandsnachrichten Güterkraftverkehr

18.10.2011
Fahrermangel: Ausbildungsanstrengungen müssen auf hohem Niveau verstärkt werden, um Fahrerengpässe mit gravierenden Folgen zu vermeiden.

Der Bundesverband Güterkraftverkehr Logistik und Entsorgung (BGL) e.V. und der Verband des Württembergischen Verkehrsgewerbes e. V. bekräftigen angesichts des drohenden Fahrermangels die Bedeutung von Aus- und Weiterbildung für die nachhaltige Sicherstellung der Versorgung von Bevölkerung und Wirtschaft. In den nächsten zehn Jahren werden voraussichtlich etwa 200.000 Lkw-Fahrer aus Altersgründen den Arbeitsmarkt verlassen. Dies bedeutet, dass jährlich rund 20.000 freiwerdende Fahrerarbeitsplätze neu zu besetzen sind. Auch wenn in den letzten Jahren eine kontinuierliche Zunahme bei der dreijährigen Erstausbildung zum Berufskraftfahrer zu verzeichnen war, reichen 2.416 neue Ausbildungsverhältnisse – wie im Jahr 2010 – bei weitem nicht aus. Viele Jahrzehnte versorgte die Bundeswehr das Transportlogistikgewerbe mit ca. 15.000 gut ausgebildeten Fahrern. Diese Quelle ist versiegt. Daher muss der Fahrernachwuchs auch über die obligatorische Fahrerqualifizierung nach dem Berufskraftfahrer-Qualifizierungs-Gesetz gewonnen werden. Im Jahre 2010 bestanden 9.630 Personen die entsprechenden IHK-Prüfungen. Aus diesen Zahlen wird ersichtlich, dass die Ausbildungsanstrengungen des Gewerbes zwar schon weit vorangeschritten sind, aber die Quantität der Neubewerber zum Ausgleich der Fluktuation und des altersbedingten Ausscheidens verdoppelt werden müssen.

Investitionen in die Qualifizierung der Mitarbeiter sind der Schlüsselfaktor für den wirtschaftlichen Erfolg der Branche und entscheidend für die Sicherung der Marktposition des deutschen Transportlogistikgewerbes. Sie werden durch begleitende Maßnahmen zur Verbesserung von Image, Attraktivität und Bekanntheit des Berufes durch die BGL-Mitgliedsorganisationen unterstützt. Auf Bundesebene starteten BGL und SVG 2008 die Imagekampagne „Zeig dein PROFIL“ (siehe auch www.werde-kraftfahrer.de ). Regional wirbt der Verband des Württembergischen Verkehrsgewerbes e.V. seit Jahren auf Berufs- und Bildungsmessen für den Beruf und arbeitet mit Schulen, Agenturen für Arbeit und IHK´s zusammen. Der Erfolg schlägt sich in einer Zunahme von neuen Ausbildungsbetrieben und Auszubildenden nieder, einhergehend mit einer Erweiterung der Berufsschulstandorte mit Fachklassen für Berufskraftfahrer. Ausbilden ist das Gebot der Stunde, denn die Zeit drängt: Speziell bei den Lkw-Fahrern haben nach Angaben des Bundesamtes für Güterverkehr bereits mehr als 35 % ein Alter von 50 Jahren und darüber erreicht. Und das durchschnittliche Renteneintrittsalter in den Verkehrsberufen liegt laut Bundesamt für Güterverkehr bei 60 Jahren.

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