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Verbandsnachrichten Güterkraftverkehr
27.10.2008
Euro VI: BGL sieht im 26 Liter-Lkw die umweltfreundlichere Alternative
Die von der
EU-Kommission vorgeschlagenen Grenzwerte für die Mitte des nächsten
Jahrzehnts vorgesehene Emissionsklasse Euro VI für schwere
Nutzfahrzeuge setzen für Neuzulassungen weitere Reduzierungen bei
Rußpartikeln und Stickoxiden voraus. Damit
werden allerdings überholte Schwerpunkte gesetzt und wichtige Umweltpotenziale
verschenkt. Bereits mit der Schadstoffklasse Euro V wurde der Grenzwert
für Rußpartikel um 95,0 % reduziert. Stickoxide wurden um 87,3 %
vermindert. Die Grenzwerte für Euro VI liegen für beide Schadgase mit
einer Reduzierung auf 97,5 % nahezu bei einer Nullemission, was nur mit
einem enormen technischen Aufwand erreichbar ist. Damit erzielbare,
eher marginale Verbesserungen gegenüber der Norm Euro V sind umweltökonomisch zu teuer erkauft. Zwischen der Verminderung von
Schadgasemissionen einerseits und Verbrauchsreduzierungen andererseits
besteht ein technischer Zielkonflikt. Niedrige Emissionen lassen sich
nur mit energieintensiveren Verbrennungstechniken erzielen. Maßnahmen
zur Absenkung der Stickoxidemissionen verursachen deshalb auf
naturgesetzlichen Grundlagen einen Anstieg des Kraftstoffverbrauchs. Möglichkeiten
des technischen Fortschritts für deutliche Verbrauchsreduzierungen
mussten bisher – um die immer ambitionierteren Abgasgrenzwerte
einhalten zu können – immer wieder hinten angestellt werden. Dies wird
leider auch bei Euro VI nicht anders sein. Dabei könnte
umweltökonomisch ein „großer Wurf“ mit Verbrauchsreduktionen gelingen –
schließlich gilt: Alles, was nicht verbrannt wird, spart Emissionen auf
der ganzen Linie, vor allem CO2. Um den Umweltschutz
tatsächlich einen spürbaren Schritt nach vorne zu bringen, bedarf es Rahmenbedingungen, in denen
Umweltziele eine spürbare Verbrauchsreduzierung normieren. Damit wäre
allen gedient: Weniger Emissionen, geringerer Ressourcenverbrauch und
bessere Transportökonomie.
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