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Verbandsnachrichten Güterkraftverkehr
27.10.2008
Geplante Mauterhöhung zum 01.01.2009 Existenzvernichtungsprogramm auf zweifelhaften Grundlagen
Das alles
beherrschende Thema dieses Herbstes ist ohne Zweifel das als
Mautspreizung getarnte Existenzvernichtungsprogramm der
Bundesregierung. Das deutsche Transportlogistikgewerbe befindet sich in
Europa in der wohl einzigartigen Situation, nicht nur vom
internationalen Wettbewerb, sondern auch vom eigenen
Verkehrsministerium aufs Härteste bekämpft zu werden. Das Ganze erfolgt
auf der Grundlage eines zweifelhaften Wegekostengutachtens, das der
Bundesverband Güterkraftverkehr Logistik und Entsorgung (BGL) e.V.
derzeit auf Verstöße gegen EU-Recht überprüfen lässt. Nach Ansicht des
BGL entspricht die Berechnung der Mautsätze auf Basis fiktiver
„Mondpreise“ nicht den Vorgaben der EU-Wegekostenrichtlinie. So werden
z.B. nicht die Anlageninvestitionen verzinst, sondern fiktive
Zukunftswerte. Obwohl das historische Bruttoanlagevermögen nur 190 Mrd.
€ erreicht, muss das Transportlogistikgewerbe 307 Mrd. € verzinsen. Ein
Großteil der Zinszahlungen muss demnach auf niemals investiertes
Kapital gezahlt werden. Der Zinsanteil an den Wegekosten erreicht nach
den Berechnungen der Bundesregierung den astronomisch zu nennenden Wert
von über 50 %.
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