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Verbandsnachrichten Güterkraftverkehr
23.10.2009
Wirtschaftskrise und Mauterhöhung hinterlassen tiefe Spuren im Gewerbe
Die 50%ige Mauterhöhung zum 01.01.2009 hat tiefe Spuren im Transportlogistikgewerbe hinterlassen. Allein im ersten Halbjahr 2009 haben 445 Unternehmen Insolvenz angemeldet. Augrund dieser Zahlen ist mit einer Verdopplung der Insolvenzzahlen in diesem Jahr gegenüber dem Vorjahr auszugehen. Parallel zu dieser Entwicklung haben deutsche Transportlogistikunternehmen ihre Fuhrparkkapazitäten drastisch reduziert. Seit dem Start der Mauterhöhung mussten nahezu 70.000 mautpflichtige Lkw abgemeldet werden. Bezogen auf den Gesamtbestand aller mautpflichtigen Fahrzeuge bedeutet dies, dass jedes 5. Fahrzeug stillgelegt wurde! Gleichzeitig wurden bis zu 70 % weniger Nutzfahrzeuge angemeldet. Angesichts dieses „Aderlasses“ stellt sich nach Beobachtungen des BGL mittlerweile eine Angleichung des Transportraumangebots an die durch die Wirtschaftskrise geschrumpfte Nachfrage ein. Was viele Betriebe momentan zusätzlich belastet, ist die schleppende Umsetzung der Mautharmonisierungsmaßnahmen. Diese waren Anfang 2009 mit vierjähriger Verspätung beschlossen worden. Die Auszahlung der Harmonisierungsmittel – so gering die Beiträge im Einzelfall auch sein mögen – lässt in den meisten Fällen jedoch immer noch auf sich warten. Der BGL steht hier im engen Dialog mit dem BMVBS und BAG, um die Auszahlung der den Betrieben zustehenden Harmonisierungsbeträge einfacher und schneller zu organisieren.
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