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Verbandsnachrichten Güterkraftverkehr

05.11.2009
DB Logistik-Vorstand beklagt Preisniveau im Lkw-Verkehr,
oder: Die Parabel der Zauberlehrlinge in der Logistik

Der BGL sieht Bewegung in die Entwicklung der Frachtraten für Lkw kommen – und zwar Bewegung nach oben! Auslöser für diesen Optimismus sind Äußerungen von DB Transport und Logistik-Vorstand Dr. Karl-Friedrich Rausch, die er vor kurzem gegenüber dem Handelsblatt getroffen hat. Demnach fürchte die Bahn durch Dumpingpreise des Straßengüterverkehrs Marktanteile zu verlieren: „Es gibt Lkw-Unternehmer, die fahren inzwischen ohne jede Marge für den Gegenwert ihrer Kosten, da können wir nicht mithalten.“ „Dem Mann kann geholfen werden!“ meint BGL-Hauptgeschäftsführer Prof. Dr. Karlheinz Schmidt. „Gerade große Speditionskonzerne – nicht nur DB Schenker – bringen seit geraumer Zeit familiengeführte mittelständische Transportlogistikunternehmen mit Dumpingpreisen und einer vielköpfig aufgestockten Vertriebsmannschaft in die Bredouille. Sie brechen in teils jahrzehntelang gewachsene Kundenbeziehungen ein. Die Transporte vergeben sie dann allerdings als Dumpingfrachten an Subunternehmer aus aller Herren Länder.“ Unternehmer, die für DB Schenker im Transportlogistikbereich tätig sind, sollten jetzt um höhere Preise bei den Geschäftsstellen vorstellig werden. Wer dies nicht tut, müsste nach der These des DB Transport und Logistik-Vorstands persönliche Verantwortung für den Niedergang des Schienenverkehrs auf sich nehmen. Diese Verantwortung muss dringend an den verantwortlichen Vorstand im DB-Konzern zurückgegeben werden. Wer keine Preiserhöhung erhält, müsste sich damit trösten, dass möglicherweise Brandstifter die Feuerwehr gerufen haben. In jedem Falle gibt es was zu löschen. Tausende Existenzen im Mittelstand sind schon vernichtet. Knapp 70.000 Fahrzeuge mussten abgemeldet werden. Zigtausende von Arbeitsplätzen sind verloren. DB Schenker ist jetzt „am Zug“ all dies zu ändern und am Markt Zeichen zu setzen, so der BGL.

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