Straßentransportverbände aus Skandinavien, Frankreich und Deutschland begrüßen eine nachhaltigere Gestaltung des Verkehrssektors und fordern eine Roadmap mit klaren Investitionssignalen

Brüssel, 11.05.2020: Für die drei Verbände NLA, FNTR und BGL (*) ist die „Dekarbonisierung“ des Verkehrssektors eine entscheidende und große Herausforderung. Aber es wird nicht von alleine passieren. Der gesamte Straßentransportsektor, der sich hauptsächlich aus kleinen und mittelständischen familiengeführten Betrieben zusammensetzt, arbeitet bereits seit mehr als 20 Jahren hart daran, einen sicheren und umweltfreundlichen Transport zu gewährleisten, indem er die Luftschadstoffemissionen sowie den Kraftstoffverbrauch senkt. Unsere Unternehmen, die sich während der COVID-19-Krise als systemrelevant erwiesen haben, setzen sich dafür ein, die Treibhausgasemissionen weiter zu senken, um die globale Erwärmung zu bekämpfen. Zu diesem Zweck ermutigen wir den Gesetzgeber, einen pragmatischen Ansatz zu verfolgen, bei dem geeignete wirtschaftliche Anreize eingeführt werden müssen, während gleichzeitig ein fairer grenzüberschreitender Wettbewerb gewährleistet wird.

Die europäischen Gesetzgeber debattieren gegenwärtig über die Erhöhung des Ziels der Reduzierung der Treibhausgasemissionen von 40% auf 50/55% oder sogar 65% bis 2030. Die Zeit für langwierige Debatten über Emissionsreduktionsziele ist allerdings vorbei. Alle verkehrsbezogenen Sektoren, einschließlich des Energieversorgungssektors, der Tankstellen und der Dienstleister, benötigen einen strategischen Fahrplan mit einem verbindlichen Rahmen für die Einführung umweltfreundlicher Technologien. Der Straßentransportsektor muss den Weg kennen, den er beschreiten muss, um die richtigen Investitionen zu tätigen und effektiv an der Ökologisierung der Gesellschaft teilzunehmen.

Die europäische Politik muss Rahmenbedingungen festlegen und die Energiequelle(n) für den Straßenverkehr der Zukunft definieren, um allen Beteiligten ein verlässliches Signal für künftige Investitionen zu geben: Planungssicherheit für die Mitgliedsstaaten zur harmonisierten Umsetzung, für die Hersteller zur Weiterentwicklung der geeigneten Technologien, für die Energieversorger zum Ausbau der Versorgungsinfrastruktur und letztlich für die Transportlogistiker zur Vorbereitung auf die zukünftigen Veränderungen.

Mit den richtigen staatlichen Anreizen oder Programmen zur Beschleunigung der Einführung umweltfreundlicher Technologien auf dem Markt können Straßengüterverkehrsunternehmen die verfügbaren umweltfreundlichen Technologien in ihre betriebliche Praxis umsetzen. Auf diese Weise wird Europa in der Lage sein, rasch neue Technologien einzusetzen, um den Verkehrssektor umweltfreundlicher zu gestalten.

Wir sind bereit, unseren Beitrag zu leisten, wie es auch die anderen Verkehrsträger tun müssen, und freuen uns auf einen engen Dialog mit der Europäischen Kommission, den Mitgliedsstaaten und dem Europäischen Parlament.